Nisterau

Durch die Beschlüsse der Gemeinderäte in den früher selbständigen Gemeinden Bach und Pfuhl trägt die Gemeinde seit dem 1. März 1969 ihren heutigen Namen.

Der Ortsteil "Pfuhl" wurde um 1300 als "Pule" erstmals urkundlich genannt. "Bach" geht erstmals aus einem Hofverkauf um das Jahr 1416 hervor. Bereits 1746 begann der Abbau der Braunkohle, die damals großen Seltenheitswert besaß. In der 1926 stillgelegten "Willhelmszeche" waren zeitweise mehr als 600 Bergleute im Braunkohleabbau unter Tage beschäftigt.

Im Steinbruch "Bacher Lay" wurde noch bis in die 60-iger Jahre Basalt abgebaut. An vergangene Zeiten erinnert auch heute noch das in der "Bacher Lay" gelegene Naturdenkmal "Pfaffenmal", ein sagenumwobener, ca. 18 Meter hoher Säulenbasaltkegel in Meilerstellung.

Im Wappen der Ortsgemeinde Nisterau finden sich mit dem Nassauischen Löwen und der symbolischen Darstellung der "Schwarzen und der Kleinen Nister", die die Gemeinde durchfließen bzw. Ihre Grenzen bilden, sowohl die historischen als auch die geografischen Gegebenheiten der Gemeinde wieder.

Im Südwesten der Gemarkung liegt der o.g. ehemalige Basaltsteinbruch, das heutige rund 45 ha große Naturschutzgebiet "Bacher Lay". In diesem idyllischen Tal der "Schwarzen Nister" zwischen Nisterau und Bad Marienberg bietet sich dem aufmerksamen Spaziergänger eine üppige Flora und Fauna einschließlich mächtiger Basaltwände, natürlichem Bachlauf und kleinem See.

Die zwischen 470 und 568 Metern Meereshöhe gelegene Gemeinde hat eine Größe von 319 ha, wovon 104 ha bewaldet sind. Mit seinem Gewerbegebiet ist Nisterau direkt an die überregional bedeutende Verkehrsader B 414, die alte "Köln-Leipziger Straße" angebunden. Die Gemeinde zählt heute 956 Einwohner. Den Mittelpunkt bildet das ehemalige Schulgebäude der beiden früheren Gemeinden Bach und Pfuhl, das seit 1974 als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. In ihm finden heute 2 Säle mit großer Küche, eine Kegelbahn, die Gemeindeverwaltung und ein Jugendraum Platz.